Initiative „Gamserleben“

Beobachtungspunkt: Warmatsgund, Forstebtrieb: Sonthofen

Der Beobachtungspunkt liegt in unmittelbarer Nähe zur Kühgundhütte im Ski- und Wandergebiet Fellhorn und ermöglicht Einblick in einen typischen Sommerlebensraum der Gams. Auf dem Beobachtungspunkt ist man zu allen vier Seiten von Gamswildlebensraum umgeben.

Der Beobachtungspunkt ist insbesondere gut mit der Fellhornbahn und einem anschließenden, landschaftlich attraktiven ca. 1-stündigen Fußweg von der Fellhornbahn-Bergstation aus bis zur Kühgundhütte zu erreichen. Von dort ist es noch ein kurzer Weg von etwa 2 Minuten zum Beobachtungsplatz. Alternativ können Wanderbegeisterte den Punkt komplett zu Fuß über einen Wanderweg zu erreichen. Der Fußmarsch vom Parkplatz der Fellhornbahn Talstation in Faistenoy aus nimmt etwa 2 Stunden in Anspruch.

Der Weg ist bei beiden Varianten ein normaler Gebirgswandersteig. Er geht über Teer- und Schotterwege, aber auch über Wurzeln und Felsen, festes Schuhwerk wird daher empfohlen.

Am Beobachtungspunkt laden bequeme Holzbänken zum Ausruhen ein. Eine Informationstafel informiert zum Thema Gams und anderen vorkommenden Tierarten. Mit der fest installierten Beobachtungsoptik können Sie Ihr Glück versuchen… Vielleicht entdecken Sie auch den König der Alpen, den Steinbock.

Beste Beobachtungsmöglichkeiten bestehen in der Hauptwandersaison von Mai bis November.

PRESSEINFORMATIONEN

Engagierter Forstmann geht in Ruhestand

Karl-Ludwig Kleiter geht, Jann Oetting folgt ihm als Leiter des Forstbetriebs Sonthofen nach

Der Leiter des Forstbetriebs Sonthofen, Karl-Ludwig Kleiter, wird zu Beginn des neuen Jahres in den Ruhestand gehen. Mehr als 25 Jahre lang war er für große Teile des Staatswaldes im Allgäu verantwortlich. Sein Nachfolger steht auch schon fest: Jann Oetting, zurzeit noch Leiter des Spessartforstbetriebs in Rothenbuch, wird den Staffelstab übernehmen.

Sonthofen, 16. Dezember 2016 – Mit dem Abschied von Kleiter geht eine über 40-jährige Forstlaufbahn zu Ende. 1952 in Gundelfingen geboren, studierte Kleiter von 1974 – 1978 Forstwissenschaft an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München und trat 1979 in den Staatsdienst ein. 1981 wurde Kleiter an die Oberforstdirektion Augsburg versetzt und 1983 an das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 1987 wurde Kleiter zum stellvertretenden Forstamtsleiter in Garmisch-Partenkirchen ernannt und schließlich 1990 zum Forstamtsleiter in Sonthofen. Nach der Forstreform im Jahr 2005 übernahm Kleiter die Leitung des neu gegründeten Forstbetriebs Sonthofen.

Der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, Reinhardt Neft, sagte im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Sonthofen, dass er Kleiter seit vielen Jahren kenne und sehr schätze: „Karl-Ludwig Kleiter ist ein Forstspezialist mit Herz und Verstand. Er hat mit seinem Wissen, seiner Umsicht und großem Engagement einen enormen Beitrag zum Erhalt der wertvollen Allgäuer Berg- und Schutzwälder geleistet.“ Kleiter habe zudem die schwierige Aufgabe, die unterschiedlichen und sich zum Teil widersprechenden Interessen am Wald zu vereinen, bestens gemeistert. An Kleiter gerichtet fügte Neft hinzu, dass er sich für ihn freue, dass Kleiter nach einem ausgefüllten Berufsleben nun mehr Zeit mehr habe für Familie und Hobbies. „Mit dem neuen Jahr beginnt für Sie auch ein neuer Lebensabschnitt, für den ich Ihnen von ganzem Herzen alles Gute wünsche.“ Rein fachlich gesehen werde Kleiter aber eine Lücke hinterlassen, die schwer zu füllen sei.

Mit Jann Oetting, so betonte Neft, habe man aber einen Nachfolger gefunden, der dazu inder Lage sei. Der 44-jährige Oetting studierte wie Kleiter Forstwissenschaft an der LMUMünchen. Nach zwei Jahren im Holzvertrieb an der Oberforstdirektion Oberbayern /Schwaben wurde Oetting 2002 an das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaftund Forsten versetzt, wo er weiter im Holzvertrieb arbeitete. Ab 2004 war er intensiv in dieGründung des Unternehmens Bayerische Staatsforsten im Jahr 2005 eingebunden. MitStart der Bayerischen Staatsforsten ab Juli 2005 leitete Oetting zunächst dasVorstandsbüro und die Unternehmenskommunikation und wechselte anschließend 2008als Forstbetriebsleiter nach Rothenbuch in den Spessart.

Für Oetting geht mit dem Wechsel nach Südbayern ein Herzenswunsch in Erfüllung: „Ichhabe meine ganze Kindheit und Jugend in Südbayern verbracht. Die Berge sind für michein Stück Heimat, auf das ich mich sehr freue.“ Sein Ziel sei es, die großartige Arbeitseines Vorgängers fortzuführen und den Wald zum Wohle von Mensch und Natur zubewirtschaften.