Initiative „Gamserleben“

Beobachtungspunkt: Warmatsgund, Forstebtrieb: Sonthofen

Der Beobachtungspunkt liegt in unmittelbarer Nähe zur Kühgundhütte im Ski- und Wandergebiet Fellhorn und ermöglicht Einblick in einen typischen Sommerlebensraum der Gams. Auf dem Beobachtungspunkt ist man zu allen vier Seiten von Gamswildlebensraum umgeben.

Der Beobachtungspunkt ist insbesondere gut mit der Fellhornbahn und einem anschließenden, landschaftlich attraktiven ca. 1-stündigen Fußweg von der Fellhornbahn-Bergstation aus bis zur Kühgundhütte zu erreichen. Von dort ist es noch ein kurzer Weg von etwa 2 Minuten zum Beobachtungsplatz. Alternativ können Wanderbegeisterte den Punkt komplett zu Fuß über einen Wanderweg zu erreichen. Der Fußmarsch vom Parkplatz der Fellhornbahn Talstation in Faistenoy aus nimmt etwa 2 Stunden in Anspruch.

Der Weg ist bei beiden Varianten ein normaler Gebirgswandersteig. Er geht über Teer- und Schotterwege, aber auch über Wurzeln und Felsen, festes Schuhwerk wird daher empfohlen.

Am Beobachtungspunkt laden bequeme Holzbänken zum Ausruhen ein. Eine Informationstafel informiert zum Thema Gams und anderen vorkommenden Tierarten. Mit der fest installierten Beobachtungsoptik können Sie Ihr Glück versuchen… Vielleicht entdecken Sie auch den König der Alpen, den Steinbock.

Beste Beobachtungsmöglichkeiten bestehen in der Hauptwandersaison von Mai bis November.

PRESSEINFORMATIONEN

Wo Rettungshunde des Arbeiter-Samariter-Bundes ausgebildet werden

Die Übung wurde erfolgreich absolviert: (v.l.n.r.) Frau Dr. Susanne Betz mit Hund Maja, Herr Oetting mit Hund Maggi von Karin Lang, Frau Silke Hartmann mit Kjella (Foto: K. Lang).

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05. Juli 2021, Sonthofen - „Die Försterinnnen und Förster der Bayerischen Staatsforsten stehen der Arbeit von Rettungshundeteams sehr positiv gegenüber“, versichert Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Deshalb stellen wir auch Trainingsgebiete für Flächensuchhunde zur Verfügung!“ Bei einem Ortstermin im Wirlinger Wald zeigten drei Rettungshundeteams des Arbeiter-Samariter-Bundes – jeweils bestehend aus einem Hund und einer Hundeführerin – ihr Können. Alle sind geprüft und gehen auf Einsätze.

Zunächst demonstrierten die Hundeführerinnen den Gehorsam ihrer Hunde während der Unterordnung. Dieser Gehorsam ist äußerst wichtig, weil der Hund während der Suche ohne Leine den Wald durchstöbern muss und dabei auf Wild treffen könnte. Auf keinen Fall darf sich der Hund zum Jagen verleiten lassen und muss, ähnlich wie bestimmte Jagdhunde, jeder Zeit abrufbar sein.

Bei einer exemplarischen Trainingssuche erhielt der Forstbetriebsleiter von den Hundeführerinnen viele Informationen sowohl über die Einsatztaktik als auch über den Einfluss der Windverhältnisse und der geographischen Gegebenheiten des Geländes auf die Vermisstensuche. Nach dem Fund der versteckten Person verglichen Jann Oetting und die Hundeführerinnen die Arbeit eines Jagdhundes mit der eines Rettungshundes. In beiden Fällen ist viel Zeit und Energie notwendig, um die Hunde auszubilden. 

„Da die Hunde die jeweiligen Übungsgebiete nur ganz selten besuchen dürfen, damit sie sich örtlich nicht erinnern, können wir die Übungen der Rettungshundestaffeln mit unseren betrieblichen und jagdlichen Aufgaben gut vereinen“, ist Forstbetriebsleiter Jann Oetting zuversichtlich. Im echten Einsatz kennen die Hunde das Gelände ja auch nicht. Die Vorführung nutzte Oetting, um die Besonderheiten des Wirlinger Walds mit seiner Vielfalt den Hundeführerinnen aufzuzeigen.
 
Zum Abschluss bedankten sich die Hundeführerinnen ganz herzlich bei den Förstern für die Bereitstellung der Trainingsgebiete im Staatswald. „Dadurch unterstützt der Forstbetrieb Sonthofen ganz maßgeblich die Ausbildung der Rettungshunde!“, so die drei Hundeführerinnen Dr. Susanne Betz, Karin Lang und Silke Hartmann.