Initiative „Gamserleben“

Beobachtungspunkt: Warmatsgund, Forstebtrieb: Sonthofen

Der Beobachtungspunkt liegt in unmittelbarer Nähe zur Kühgundhütte im Ski- und Wandergebiet Fellhorn und ermöglicht Einblick in einen typischen Sommerlebensraum der Gams. Auf dem Beobachtungspunkt ist man zu allen vier Seiten von Gamswildlebensraum umgeben.

Der Beobachtungspunkt ist insbesondere gut mit der Fellhornbahn und einem anschließenden, landschaftlich attraktiven ca. 1-stündigen Fußweg von der Fellhornbahn-Bergstation aus bis zur Kühgundhütte zu erreichen. Von dort ist es noch ein kurzer Weg von etwa 2 Minuten zum Beobachtungsplatz. Alternativ können Wanderbegeisterte den Punkt komplett zu Fuß über einen Wanderweg zu erreichen. Der Fußmarsch vom Parkplatz der Fellhornbahn Talstation in Faistenoy aus nimmt etwa 2 Stunden in Anspruch.

Der Weg ist bei beiden Varianten ein normaler Gebirgswandersteig. Er geht über Teer- und Schotterwege, aber auch über Wurzeln und Felsen, festes Schuhwerk wird daher empfohlen.

Am Beobachtungspunkt laden bequeme Holzbänken zum Ausruhen ein. Eine Informationstafel informiert zum Thema Gams und anderen vorkommenden Tierarten. Mit der fest installierten Beobachtungsoptik können Sie Ihr Glück versuchen… Vielleicht entdecken Sie auch den König der Alpen, den Steinbock.

Beste Beobachtungsmöglichkeiten bestehen in der Hauptwandersaison von Mai bis November.

PRESSEINFORMATIONEN

Freiwillige Helfer im Großen Wald

19.07.2021, Sonthofen - Zum wiederholten Mal reisten Mitglieder des Deutschen Alpenvereins aus ganz Deutschland zur Aktion Schutzwald in Gebirgsreviere der Bayerischen Staatsforsten vom Allgäu bis nach Berchtesgaden. Eine Gruppe mit sieben Teilnehmern unterstützte dabei Berufsjäger Ludwig Weiß im Revier Sonthofen-Ost zwischen Wertacher Hörnle und Grünten.

In der vergangenen Woche wurden mehrere Hochsitze gebaut und repariert. Die Jagd im Gebirge ist wegen des Geländes weitaus aufwändiger. Neben den oft langen Anmarschzeiten betrifft das sowohl den Bau von Jagdeinrichtungen als auch das Liefern des erlegten Wildes. „Die Regulierung der Wildbestände durch die Jagd ist ein essentieller Bestandteil auf dem Weg zu einem artenreichen und damit stabilen Bergwald“, erklärt Berufsjäger Ludwig Weiß den Teilnehmern. Er ist Berufsjäger der Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Sonthofen.

Oft werden bei diesen Aktionswochen auch Bäume gepflanzt oder Steige repariert, die zur Waldpflege notwendig sind. Der Zusammenhang zwischen Hochsitzbau und Schutz des Waldes muss einem Teil der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern also erst nähergebracht werden.

Der Forstbetriebsleiter von Sonthofen, Jann Oetting berichtet: „In dieser Woche lernen die Alpenvereinsmitglieder von unseren Förstern, Berufsjägern und Waldarbeitern sehr viel über die Zusammenhänge im Wald.“

Die Gruppe hat auch ihre Artenkenntnis vertiefen können: So wurden mit Berufsjäger Weiß beim Mähen von Wildwiesen mehrere heimische Orchideenarten bestimmt. Auch zahlreiche andere Blumen wie Arnika und Kuckuckslichtnelke erfreuten die Teilnehmer der Aktionswoche, die am Ende der Woche erschöpft aber mit dem guten Gefühl, dem Wald geholfen zu haben, abreisten.