Initiative „Gamserleben“

Beobachtungspunkt: Warmatsgund, Forstebtrieb: Sonthofen

Der Beobachtungspunkt liegt in unmittelbarer Nähe zur Kühgundhütte im Ski- und Wandergebiet Fellhorn und ermöglicht Einblick in einen typischen Sommerlebensraum der Gams. Auf dem Beobachtungspunkt ist man zu allen vier Seiten von Gamswildlebensraum umgeben.

Der Beobachtungspunkt ist insbesondere gut mit der Fellhornbahn und einem anschließenden, landschaftlich attraktiven ca. 1-stündigen Fußweg von der Fellhornbahn-Bergstation aus bis zur Kühgundhütte zu erreichen. Von dort ist es noch ein kurzer Weg von etwa 2 Minuten zum Beobachtungsplatz. Alternativ können Wanderbegeisterte den Punkt komplett zu Fuß über einen Wanderweg zu erreichen. Der Fußmarsch vom Parkplatz der Fellhornbahn Talstation in Faistenoy aus nimmt etwa 2 Stunden in Anspruch.

Der Weg ist bei beiden Varianten ein normaler Gebirgswandersteig. Er geht über Teer- und Schotterwege, aber auch über Wurzeln und Felsen, festes Schuhwerk wird daher empfohlen.

Am Beobachtungspunkt laden bequeme Holzbänken zum Ausruhen ein. Eine Informationstafel informiert zum Thema Gams und anderen vorkommenden Tierarten. Mit der fest installierten Beobachtungsoptik können Sie Ihr Glück versuchen… Vielleicht entdecken Sie auch den König der Alpen, den Steinbock.

Beste Beobachtungsmöglichkeiten bestehen in der Hauptwandersaison von Mai bis November.

PRESSEINFORMATIONEN

Neue Mieter am Forstbetrieb Sonthofen

23.07.2021, Sonthofen - Im Forstgarten der Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen wurde Wohnraum für neue Mieter geschaffen: Es wird erwartet, dass mehrere Dutzend wohnungsuchende Insekten in den kommenden Monaten in den frisch errichteten Wohnkomplex einziehen werden. Mit dem sogenannten Insektenhotel wollen die Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen ein Zeichen gegen das Insektensterben setzen.

„Unser Fokus ist ja eigentlich der Wald und dort ist die Lage erfreulich gut – zumindest im Vergleich zu allen anderen Lebensräumen. Trotzdem fördern wir dort bei möglichst vielen Gelegenheiten die Lebensgrundlagen der Insekten“, erklärt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Überall kann etwas getan werden, auch im Dorf oder in der Stadt. Spätestens seit dem erfolgreichen Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist die Problematik der breiten Öffentlichkeit bekannt.

„Auf Initiative unserer Mitarbeiter haben wir hier mitten in Sonthofen eine Blühfläche angelegt, die sich sehen lassen kann. Und jetzt haben unsere Lehrlinge auch ein Insektenhotel gebaut und aufgestellt“, so Oetting weiter. Meist mangelt es vielen Insekten nicht an der Nahrungsgrundlage, sondern am Wohnraum. Einem Rückzugsort an dem die kleinen Tierchen ungestört vermehren, entwickeln oder überwintern können. Beispiel Wildbienen: Sie haben keine Bienenbeute, wie man es von der Imkerei her kennt. Viele dieser Arten überwintern als Einzelgänger und nutzen als Rückzugsort alte, ausgeblühte und verdorrte Grashalme, in die sie sich über die Wintermonate einnisten. Gerade diese notwendigen Habitate werden in unserer intensiv genutzten Landschaft immer seltener.

„Unser neu errichtetes Insektenhotel bietet eine Vielzahl unterschiedlichster Strukturen“ erläutert Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Das Hotel wurde von den Forstwirten des Forstbetriebs Sonthofen entworfen und gebaut. Es bietet Riss-, Spalten- und Lochquartiere, die verschiedensten Insektenarten das ganze Jahr über als Lebensraum dienen. Nochmal Oetting: „Wenn unsere Wildbret-Kunden zum Wildbretkaufen an den Forstbetrieb kommen, können sie Blühfläche und Hotel begutachten.“ Und mit einem Schmunzeln ergänzt er, „Wenn alles gut läuft, dann haben wir künftig im Forstgarten mehr Verkehr als in der Bahnhofstraße“.